Franziskus: Der Patron unserer Gemeinde

2929Geboren wurde Franziskus am Ende des 12. Jahrhunderts in Assisi. Sein Vater Pietro Bernadone war ein wohlhabener Tuchhändler und hatte wohl auch mit seinem Sohn große Pläne. Franziskus wurde ausgebildet, als Kaufmann seine Nachfolge zu übernehmen. In dieser Zeit führte Fransziskus ein ausschweifendes Leben. Er zog mit seinen Freunden umher und war dabei immer auch spendabel, wenn es um Feste und andere Vergnügen ging.

Sein Jugendtraum war es, einmal ein Ritter zu werden. So wundert es nicht, dass er 1202 begeistert an dem Krieg seiner Heimatstadt gegen das benachbarte Perugia teilnahm. Perugia gewann den Krieg und Franziskus geriet in Gefangenschaft, aus der er erst 1204 durch das Lösegeld seines Vaters befreit wurde. Die Zeit im Kerker veränderte Franziskus. Zusehends stellte er seinen Traum, Ritter zu werden, in Frage. Er kehrte krank und innerlich zutiefst erschüttert aus der Gefangenschaft heim.

Trotzdem wollte er sich einem neuerlichen Krieg anschließen. Die Legende erzählt, dass er auf dem Weg dorthin einen Traum hatte, der ihn aufforderte, von nun an Gottes Dienst zu treten. Die Veränderungen in seinem Leben wurden immer mehr deutlich. Er suchte die Einsamkeit. Bei einer Wallfahrt nach Rom - so erzählt es die Legende - tauschte er seine Kleider mit einem Bettler, um auszuprobieren, wie es sich anfühle, arm zu leben.

In der Kirche von San Damiano fühlte er sich von dem dortigen Kreuz direkt angesprochen : "Franziskus, geh und baue mein Haus wieder auf, das wie du siehst, ganz und gar in Verfall gerät." Franzikus nahm das wörtlich und begann, die Kirche in San Damiano mit eigenen Händen auszubessern. Das Verhalten von Franziskus führte zum Konflikt und schließlich dann auch zum Bruch mit seinem Vater. Dieser konnte nicht ertragen, dass Franziskus Ware und Geld aus dem väterlichen Geschäft für andere Zwecke entnahm.

Schließlich zerrte Pietro Bernadone seinen Sohnvor Gericht. Seine Hoffnung, Franziskus dadurch zur Besinnung zu bringen, erfüllte sichn jedoch nicht. Im Gegenteil legte Franziskus vor Gericht alle seine Kleider ab und sagte sich so von seinem Vater los. Er lebte von da an als Einsiedler und Bettler und kümmerte sich um die Pflege von Aussätzigen. Orientierung gab ihm das Evangelium von der Aussendung der Jünger durch Jesus (Mt 10,8-10).

Franziskus verfolgte zunächst nicht das Ziel, einen Orden zu gründen. Nach und nach schlossen sich ihm Brüder an. Im Jahr 1209 reiste Franziskus mit seinen Gefährten nach Rom. Er wollte dort von Papst Innozenz III. die Anerkennung seiner Gemeinschaft erbitten. Diese wurde zunächst probeweise und schießlich im Jahr 1215 auch öffentlich erteilt. Bei einer Reise nach Palästina im Jahr 1219 während der Kreuzzüge konnte er auch durch eine Predigt vor dem Sultan eine Schlacht nicht verhindern. Er kehrte mit einem schweren Augenleiden von dort zurück.

Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends. Das und Probleme innerhalb der Gemeinschaft ließen ihn 1220 deren Leitung in die Hände eines Nachfolgers legen. Im Jahr 1224 schließlich zog er sich endgültig in eine kleine Felsnische auf dem Berg La Verna zurück. Dort zeigten sich bei ihm die Wundmale Jesu.

Die fortschreitende Erblindung und eine Magenerkrankung schwächten Franziskus mehr und mehr. Am 04. Oktober 1226 starb er auf dem Boden der Portiunkula-Kirche. Schon im Jahr 1228 wurde er von Papst Gregor IX. heiliggesprochen.

Worte von Franziskus:
“Mache, dass ich danach trachte zu trösten, statt getröstet zu werden, zu verstehen, statt verstanden zu werden, zu lieben, statt geliebt zu werden. Denn wir können nur empfangen, wenn wir geben.”